Ich tu was, was tust du? – Fairtrade praktisch

Fairtrade ist im Landkreis Miltenberg eine Erfolgsgeschichte. Der Landkreis Miltenberg und vier Gemeinden – Mömlingen, Erlenbach, Miltenberg und Klingenberg –  sind bereits als Fairtrade Kommune zertifiziert, drei weitere – Elsenfeld, Kleinwallstadt und Sulzbach – werden in Kürze folgen.

In ihrer Kreisversammlung vom 08.05. tauschten sich die Kreisgrünen unter der Leitung der Miltenberger Bürgermeisterkandidatin Sabine Stellrecht-Schmidt darüber aus, was jeder und jede im Alltag beitragen kann, um den Fairtrade Gedanken umzusetzen. Schnell weitete sich die Diskussion auf das gesamte Feld der Nachhaltigkeit aus. Sabine Stellrecht-Schmidt gab ihre Erfahrung weiter, dass die Menschen wieder vermehrt Wert auf Regionalität legen und dass Unverpacktläden und Kleidertauschparties im Trend liegen. Manchmal erscheine nachhaltiges Verhalten etwas mühsam und bedürfe der vorausschauender Planung, so Stellrecht-Schmidt.  Stoffbeutel für Brot, Obst und Gemüse und die Behälter für die Wurst und den Käse müssen zum Einkauf mitgenommen werden. Die Mühe aber lohne sich, denn auch Kleinigkeiten, von vielen umgesetzt, können große Veränderungen bewirken und der Umwelt nutzen.

Autorin: Petra Münzel

Hier ist sicherlich für jeden und jede etwas dabei:
(kein Anspruch auf Vollständigkeit)

    Haushalt

 

 

  • Einkaufen im Eine Weltladen
  • Produkte mit übermäßiger Verpackung meiden
  • Einkaufen ohne Verpackung, Dosen mitnehmen
  • Lieber Papiertüte als Plastiktüte (Kompost), noch besser der Stoffbeutel
  • Unverpacktläden nutzen
  • Mehrwegbeutel für Obst- und Gemüseeinkauf
  • Einkaufen beim heimischen Metzger
  • Weniger ist mehr, weniger Deko
  • Vermeidung von Plastik, Plastiktüten mehrfach nutzen
  • Stofftüten/Körbe statt Papiertüten statt Plastiktüten – Auf Mehrfachverwendung achten
  • Beim Einkaufen muss nicht alles verpackt sein, auf Umverpackung verzichten
  • Regenwassernutzung für Waschmaschinen
  • Gießen mit Regenwasser
  • Strom und Wasser sparen
  • Secondhand
  • Zeitungen zu Mülltüten falten
  • Bambuszahnbürsten
  • Shampooflaschen wiederbefüllen – Reyclingplastik für die Flaschen
  • Haarseifen brauchen kein Plastik
  • Wenig Reinigungsmittel und gute Reinigungsmittel
  • Dampfreiniger
  • Händetrocknen mit wenig Papier
  • Wasserdurchflussbegrenzer einsetzen
  • Während des Zähneputzens den Wasserhahn ausmachen
  • Duschen statt baden
  • Stofftaschentücher statt Papiertaschentücher
  • Für Ohrenstäbchen gibt es Alternativen
  • Standbymodus ausschalten
  • Gefriergeräte regelmäßig abtauen
  • Wasserkocher statt kochtopf
  • Restwärme nutzen
  • Licht ausschalten, wenn nicht benötigt
  • Stromsparlampen/LED verwenden
  • Heizung durch Ofen unterstützen lassen, Restwärme nutzen
  • Lieber öfter einen Pullover anziehen, Heizung runterdrehen oder sogar ausmachen
  • Geräte reparieren und länger nutzen, statt ersetzen, Trends vermeiden
  • Altgeräte recyceln, sie enthalten seltene und teure Materialien, welche dann nicht neu aus der Erde geholt werden müssen (Silber, Kupfer, Kobald, Palladium) (Handys enthalten bis zu 60 verschiedene Rohstoffe)

 

    Essen und trinken

 

  • Wasser aus dem Wasserhahn, hat definitiv Trinkwasserqualität
  • Wasser aus der Glasflasche
  • Wassersprudler
  • Eigener Anbau im Garten -> keine Pflanzenschutzmittel
  • Gemeinschaftsgärten schaffen
  • Solidarische Landwirtschaft nutzen
  • Regionale und Faire Produkte bevorzugen
  • Gläser, Dosen, Tuben auskratzen / auf den Kopf stellen/einrollen
  • Konservieren von Obst und Gemüse
  • Ein Kirschbaum im Garten ersetzt die Tafel Schokolade
  • Bio, Regionale und saisonale Produkte kaufen
  • Weniger oder kein Fleisch
  • Vegetarisch oder vegan bevorzugen

Naturschutz

 

 

  • Streuobstwiesen, Wiesenblumen, Gemüsegärten
  • Landschafts- und Obstbaumpflege
  • Gewässerrandstreifen
  • Hecken auf Feldern anlegen
  • Blumenwiesen (selten mähen)
  • Garten wieder aufblühen lassen, keinen kurzen Rasen, keine Steingärten
  • Bäume pflanzen
  • Laub über Winter als Winterschutz für die Tiere liegen lassen
  • Lichtverschmutzung vermeiden
  • Müll aufsammeln
  • Vergärung, um dann Biogas daraus machen und auch dem Benzin zugeben
  • Solarpanelen, auch als Wandelemente
  • Regenwassernutzung installieren, ggf. Gemeinschaftsanlage

 

    Kleidung

 

  • Weniger ist mehr, weniger neue Klamotten, Second Hand nutzen
  • Hochwertige Kleidung hält länger, nicht jeden Trend mitmachen
  • Faire Schuhe
  • Waschbärversand – Äussere Verpackung wird mit Kordel und Knoten verschlossen
  • Kleidertauschparty, jeder bringt etwas mit und nimmt wieder etwas zurück, Reste kommen in den Second Hand Laden oder in den Container

 

    Straße und Verkehr

 

  • Verkehr vermeiden
  • Kurzstrecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad
  • Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb
  • E-Autos

 

    Schule und Arbeit

 

  • Bastelkleber auf Lebensmittelbasis
  • Holzstifte statt Filzstifte
  • Minentausch bei Kugelschreibern
  • Schulhefte, Platz voll ausnutzen
  • Leicht beschädigte Sachen noch weiter nutzen
  • Nicht alles ausdrucken, Papier sparen. Wo möglich besser Recyclingpapier verwenden (dafür wird weniger Holz und weniger Wasser verbraucht)
  • Geräte reparieren und länger nutzen, statt ersetzen, Trends vermeiden
  • Altgeräte recyceln, sie enthalten seltene und teure Materialien, welche dann nicht neu aus der Erde geholt werden müssen (Silber, Kupfer, Kobald, Palladium) (Handys enthalten bis zu 60 verschiedene Rohstoffe)
  • Müllwettsammeln
  • Greenmanager für Schüler als Energiesparer

 

    Freizeit und Urlaub

 

  • Keine/weniger Flugreisen
  • Slowtravel
  • Fahrrad, Bus, Bahn oder Auto statt Flugzeug
  • Weniger in Urlaub fahren
  • Müll in Mülleimern entsorgen
  • Mehrweg statt Einweg (Feste, Coffee to go,…)
  • Hundertüten aus Papier
  • Früher gab es in den Zwanzigern überall auch in den Gemeinden Biogasanlagen
    Bauern hatten eigene Biogasanlagen um damit ihre Traktoren gefahren.

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