Christian Blaufelder vom OV Obernburg hat seinen Vortrag mit dem Titel „Sichere Energieversorgung durch Erneuerbare Energien – ohne Angst vor der Dunkelflaute“ bei der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Energie der Grünen am 31.03.2025 präsentiert.
Erstmalig vorgestellt wurde der Vortrag im Bürgerzentrum Obernburg (B-OBB) am 28.01.2025, hier der Bericht. Ergänzt wurde der Vortrag um Informationen zu den Fragen, warum die Tarife für die Privathaushalte in Deutschland mit am höchsten in Europa sind und welche Bedeutung sowie Grenzen die Nutzung von Wasserstoff für die Energiewende hat.
Bei der Veranstaltung der LAG mit 28 Teilnehmern wurden in der anschließenden Diskussion die folgenden Punkte besprochen:
- die Bedeutung regionaler Verteilstrukturen für eine effiziente klimaneutrale Energieversorgung sollte stärker betont werden; bereits viele Kommunen haben faszinierende Konzepte zur klimaneutralen Strom- sowie Wärmeversorgung umgesetzt, wodurch wiederum die Kosten für den weiteren Netzausbau verringert werden können
- Geothermie hat vor allem in Bayern ein großes Potenzial für die Wärmeversorgung und hat Grundlastqualität
- Das Biomasse-Potenzial in Europa für den Einsatz in Bioenergieanlagen ist bei Holz weitestgehend ausgeschöpft; der Beitrag der Bioenergie kann jedoch noch in gewissen Grenzen weiter erhöht werden
- Die Leistung der bereits vorhandenen Biogas-Anlagen kann durch stärkere Generatoren um geschätzt 10 GW erhöht werden und reduziert so den Bedarf beim Zubau neuer Gaskraftwerke mit Wasserstoff
- Das Potenzial der Power-to-X Tehnologien wurde genannt und auf das Buch von M. Sterner hingewiesen
- Die Erfahrungen zur direkten Einlagerung von H2 in Gaskavernen wurden hinterfragt; nach Kenntnisstand eines Teilnehmers sei dieses Einlagern wegen der dafür erforderlichen sehr hohen Drücke bedenklich
- Die Bedeutung der Sektorenkopplung für eine klimaneutrale effiziente Energieversorgung sollte stärker betont werden
- Gleiches gilt für die Potenziale durch bi-direktionales Laden von E-Fahrzeugen; in Verbindung mit den dynamischen Stromtarifen können so erhebliche Einsparungen realisiert werden; dies gelte vor allem auch für Privatpersonen; erfreulich sei, dass es in Deutschland langsam Bewegung beim Rollout der Smart-Meter gebe, hier seien angernzende Nachbarstaaten deutich weiter