Stammtisch in Miltenberg diskutiert über regionale Lebensmittelerzeugung und Parteiinhalte

Am 14.06.219 fand der monatliche Stammtisch des Ortsvereins von Bündnis 90/Die Grünen in Miltenberg statt. Unter dem Motto “Wie wollen wir uns heute und morgen ernähren”, diskutierte die Runde über Kleingärten, solidarische Landwirtschaft und wie diese Formen der Lebensmittelerzeugung in Miltenberg gelingen kann. Sabine Stellrecht-Schmidt berichtete über die jüngste Entwicklung eines Gemeinschaftsgartens: “Eine noch kleine Gruppe von meist jüngeren Menschen rund um Miltenberg trifft sich aktuell jeden Samstag um gemeinsam Gemüse anzupflanzen und die Fläche zu pflegen. Wenn das Wetter so bleibt, erhoffen wir uns eine gute Ernte für den Herbst.” Inhaltlich war auch die besondere Form einer Solidarischen Landwirtschaft Thema, in der der/die Landwirt*in nicht für seine/ihre Erzeugnisse bezahlt wird, sondern für seine/ihre Arbeit. Eine Gruppe von Verbraucher*innen finanziert die komplette Produktion und wird als Gegenleistung mit den Erzeugnissen vergütet. So wird es dem Betrieb ermöglicht, eine nachhaltige, meist biologisch und regionale Landwirtschaft zu betreiben und ist nicht von den meist schwankenden Marktpreisen abhängig.

Einige Teilnehmer*innen berichteten auch, dass es in Miltenberg zwar Kleingärten gibt, diese aber nicht ausreichend der Nachfrage zur Verfügung gestellt werden können. Auch in der heutigen Zeit ist die Nachfrage nach einem Stückchen Land,auf dem man für den Eigenbedarf noch etwas anbauen kann, relativ hoch. Hier sehen wir notwendigen Handlungsbedarf für die Stadt, ausreichend Flächen für die Bürger*innen zur Verfügung zu stellen. Denn dies ist ein wichtiger Bestandteil nachhaltigen Handelns und für mehr Klimaschutz auf regionaler Ebene.

Auch allgemeine stadtpolitische Themen wurden angesprochen. Ein Gast fragte nach den Hauptzielen der Grünen in Miltenberg. Die anwesenden Parteimitglieder nannten u.a. die Themen Jugendarbeit, städtische Energiewende und Fuß- und Radverkehr. Die Bürgermeisterkandidatin Sabine Stellrecht-Schmidt fügte hinzu, dass für sie Transparenz von Verwaltung und politischen Entscheidungen sowie und eine gute Bürgerbeteiligung, Voraussetzung für eine gute Kommunalpolitik sind.

Auch die Bebauung am alten Bahnhof wurde intensiv diskutiert. Die Bürgerveranstaltung habe gezeigt, dass die Stadt nur kosmetische Veränderungen umgesetzt habe, so die einhellige Meinung. Um Schaden von den Läden in der Innenstadt abzuwenden, und um die Chance auf eine zukunftsweisende, nachhaltige Bebauung zu wahren, befürworteten die meisten Anwesenden ein Bürgerbegehren gegen den Bebauungsplan. Ein Team, zur Vorbereitung eines solchen, hat sich mittlerweile gebildet.

Weitere Informationen unter www.miltenberg-blueht-auf.de

Der nächste Stammtisch findet am Freitag, den 12.07.2019 um 20 Uhr im Lavanta, Bürgstädter Straße 1 in Miltenberg statt.

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