Info 2016

Kurzfristige Ortsversammlung der Grünen aus Miltenberg zum geplanten Jugendzentrum am 04.06.2016
Der Ortsverband Miltenberg von Bündnis 90/Die Grünen hat sich erneut mit dem Thema Jugendpartizipation befasst.
„Die Art, wie Bürgermeister Demel meine Kritik in der Zeitung zurückgewiesen hat, zeigt, dass man anscheinend seitens der Stadt nicht weiß, wie eine gute Bürgerbeteiligung funktionieren kann, und was sie letztendlich bringen würde“, so Ortsverbandmitglied und Kreisvorsitzender Marcel Schmidt.
Ortsvorsitzender Frank Küster äußerte, die Beteiligung von Jugendlichen biete insbesondere die Chance, dass diese konkret erfahren, wie Demokratie funktioniert, sich als ernstgenommen und wirksam erleben – und dass das Ergebnis inhaltlich besser sei, mit einer deutlich besseren Akzeptanz der jungen Bürger. Dazu müsse man jedoch von Anfang an mit Aktionsformen arbeiten, die speziell auf Jugendliche zugeschnitten sind. „Die Wünsche und Ideen der Jugendlichen müssen mit einbezogen werden, bevor Architekten mit der Planung beginnen, und nicht nur, dass Jugendliche beim Bewerten der Ergebnisse mit angehört wurden“, so Frank Küster.
„Wie diese letztendlich ausgewählt wurden ist unklar – und wie ernst ihre Wortmeldungen genommen wurden sieht man daran, dass Herr Demel sich nach einigen Monaten schon nicht mehr erinnern kann, ob es einer oder zwei waren“, bemerkte Kreissprecherin Sabine Stellrecht-Schmidt.
Fazit des Ortsverbandes: Die Betreiber des Jugendzentrums sollten sich bei der anstehenden Erstellung des Betriebskonzeptes dringend mit der Zielgruppe an einen Tisch setzen. Sie sollten gemeinsam darüber beratschlagen, wie das Projekt Jugendzentrum unter Beachtung der Rahmenbedingungen zum Erfolg geleitet werden kann. Denn letztendlich ist es ein kostenintensives Bau- und Prestigeprojekt. Dies wurde bereits von Sabine Stellrecht-Schmidt bei einer Bürgerversammlung im Alten Rathaus angeregt, welche im Oktober 2014 stattfand.

Autor: Dr. Frank Küster, Ortsvorsitzender

 

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Leserbrief von Marcel Schmidt zum Artikel „Miltenberg erwägt Klage gegen Kreisel“ erschienen im Boten vom Untermain am 23/24.01.2016

Schon seit Jahren kann man als Einwohner leider einen Niedergang an Einkaufsmöglichkeiten für den Alltag in Miltenberg erkennen. Es gab in der Vergangenheit zwar verschiedenste Aktivitäten und Unternehmungen die Altstadt zu beleben. Löblich zu erwähnen war hierbei u. a. der Kunstraum.Miltenberg, welcher jedoch eine zu geringe finanzielle Unterstützung seitens der Stadt erhielt, somit leider die massiven Miet- und Nebenkosten nicht mehr stemmen konnte, und nach Klingenberg abwanderte, wo man mit offenen Armen und guter Unterstüzung empfangen wurde.
Ebenso wird, aus meiner Sicht, immer noch der Fehler begangen, Miltenberg für Schiffstouristen noch attraktiver machen zu wollen. Sicherlich eine gut gemeinte Initiative, jedoch fehlen Initiativen um die Stadt für uns Miltenberger attraktiver zu machen. Wir sind es doch, die hier leben und in erster Linie hier einkaufen sollten.
Da es direkt kein geballtes Einkaufszentrum in Miltenberg gibt (Platz wäre genug vorhanden gewesen, z. B. altes Bahnhofsgelände), es in Kleinheubach eine gut zu erreichende Alternative gibt, wandert leider immer mehr Kaufkraft der Einheimischen zur Seehecke ab. Unternehmungen meinerseits, Geschäfte durch mein Einkaufsverhalten hier in Miltenberg/Bürgstadt zu erhalten, scheiterten bisher klanglos (Apotheke, Computerfachmarkt Dölger usw.), zumal Einzelpersonen hierbei wenig bewegen können.
Daher braucht die Stadt ein gutes Konzept, welches nicht diktatorsich von oben herab vorgegeben werden sollte, sondern in einem offenen Dialog mit den Bürgern, sowie mit professioneller Unterstützung erarbeitet werden sollte.
Für mich hat es momentan den Anschein, dass das einzige Konzept nun aktuell daraus besteht, den großen Kreisel, und damit auch indirekt die Seehecke zu torpedieren – dies steigert die Attraktivität von Miltenberg in keinster Weise. Man muss sich klar sein, dass die Seehecke ein Resultat verpasster Chancen ist, Chancen, die man in Miltenberg vertan hat. Es wird seit vielen, vielen Monaten um einen Schiffsanleger diskutiert – und die Einkaufsstadt stirbt immer weiter.
Das Konzept für den Weihnachtsmarkt, sowie dessen Beleuchtung war schon ein guter erster Schritt – daran sollte man weiter anknüpfen.
Ferner sollte jedem bewußt sein: wäre die Seehecke nicht entstanden, so würde noch mehr Kaufkraft aus dem südlichen Landkreis abwandern, nach Aschaffenburg, Darmstadt…denn Miltenberg bietet bisher keine absehbare Alternative.“