Info 2015

Leserbrief von Dr. Frank Küster zum Artikel „Keine Zone für Fußgänger“, erschienen im Boten vom Untermain am 19.06.2015

Vielen Dank, dass der Bote dieses Thema aufgreift – und der Titel ist völlig korrekt. Nicht nur dass die Autos zu jeder Zeit durchfahren. Was im Artikel nicht erwähnt wurde: Sie fühlen sich dabei nicht nur im Recht, sondern führen sich auf als wären sie auf einer Autostraße, fahren zu schnell und zu unaufmerksam. Fußgänger haben gefälligst auf dem roten Pflaster an der Seite zu gehen. Kinder, die in der „Fußgängerzone“ gerade die ersten Schritte auf Kopfsteinpflaster üben, werden angehupt, und die Eltern ernten vorwurfsvolle Blicke, wenn sie ihre Sprößlinge nicht schnell von der Straße pflücken.
„Wenn wir Hinweise darauf hätten“, sagt der Leiter der Polizei, würden sie ja kontrollieren. Ich denke, niemand fand es bisher nötig, solche Hinweise zu geben, da jedem, der dort gelegentlich unterwegs ist, das Problem offenbar ist. Unfälle gibt es halt selten, weil jeder weiß wer im Zweifel der stärkere ist. Wie ein Zweijähriger angefahren wurde musste ich aber selbst ansehen. Und wenn die Polizei nicht genug Personal hat, um sich selbst ein Bild zu machen, dann sollten wir ihr helfen. Ich fordere alle Fußgänger auf, die in der Fußgängerzone von Autofahrern behindert werden, der Polizei einen solchen Hinweis zu geben, nicht unter der Notrufnummer, sondern unter 09371-9450.