Info 2013

Wahlvorschlag 4 – Alles für unsere Stadt! Alles für Grün

Was wir Klingenberger Grüne wollen

Gruppenfoto Klingenberg

Bündnis90/DIE GRÜNEN: Klingenberger Wahlprogramm: Endfassung vom 29.01.2014
Auf der grünen Ortsversammlung wurde nach intensiven Beratungen folgender Text mit großer Mehrheit verabschiedet:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Stadtratswahlen sind Persönlichkeitswahlen, aber die Kandidatur für eine bestimmte politische Gruppierung sagt viel über die Wertvorstellungen einer Bewerberin bzw. eines Bewerbers aus. Im Zentrum grüner Politik steht immer die ökologische und damit auch ökonomische Verantwortung für gegenwärtige und zukünftige Generationen, also Generationengerechtigkeit. Bitte geben Sie deshalb alle Ihre Stimmen der Liste 4! Alles für unsere Stadt! Alles für Grün!

 

WAS WIR KLINGENBERGER GRÜNE WOLLEN
Vorreiterstadt Klingenberg: Energiewende verwirklichen
  • Den Ausbau regenerativer Energien weiter vorantreiben
  • Die Bürgerinnen und Bürger an der Wertschöpfung durch die Energiewende vor Ort gerecht beteiligen
  • Produktion und Angebot von Ökostrom der Stadtwerke ausweiten und dadurch zukünftig u.a. Netznutzungsentgelte einsparen
  • In neue Energieformen wie Windenergie und Nahwärmenetze vor Ort einsteigen
  • Als vorbildliche Kommune aktiv Energie sparen
Wohlfühlstadt Klingenberg: Stadtentwicklung vorantreiben
  • Die Trinkwasserversorgung sicherstellen und den Konsum des Lebensmittels Wasser von Ängsten befreien
  • Damm und Südspitze rentabel, aber sensibel bebauen
  • Sinnvoll Wohngebiete und Gewerbegebiete abrunden
  • Die Altorte durch Förderung privaten Engagements beleben
  • Dem Aufbau von „Bürger- und Dorfläden“ zur wohnortnahen Grundversorgung helfen
  • Leerstände mit Hilfe von Genossenschaften sowie der städtischen Bau- und Wohnungsgesellschaft beseitigen
  • Alle Schulstandorte in allen Stadtteilen erhalten und deren Ausstattung sichern
  • Eine Fußgängeranbindung über die Gleise an den Bahnhof verwirklichen
  • Die Vielfalt der Erinnerungskultur (Friedwald, Grubinger Friedhof) ausweiten
Familienstadt Klingenberg: Leben attraktiver machen
  • Klingenberg als Lebensraum für alle Generationen gestalten
  • Begegnungsstätten für Jung und Alt schaffen
  • Barrierefreie Mobilität für Fußgänger (mit Kinderwagen oder Rollator), Rollstuhl- und Radfahrer verwirklichen
  • Die Betreuungseinrichtungen je nach Bedarf weiter verbessern
  • Die Kindergartenbeiträge für Klingenberger Kinder streichen
  • Ökologische und ausgewogene Kost in den Betreuungseinrichtungen anbieten
  • Vereine aus allen Stadtteilen gerecht fördern
  • Die Existenz des Freibads nicht mehr in Frage stellen
  • Auch für Menschen ausländischer Herkunft (ausdrücklich auch für Flüchtlinge und Asylsuchende) ein Klima des Willkommens schaffen
Naturerlebnisstadt Klingenberg: Naturschutz ernst nehmen
  • Flächenfraß und Bodenversiegelung durch Gewerbegebiete jenseits der B 469 verhindern
  • Den Stadtwald u. a. als Naherholungsort erhalten
  • Umweltgefährdende Altlasten schnellstmöglich beseitigen
  • Den Tourismus durch Ausbau von Erlebnisrouten und Kulturpfaden fördern
  • Die Weinterrassen und Streuobstwiesen als zentrale Bestandteile unserer Kulturlandschaft erhalten
  • Den Klingenberger Weinbau als Imageträger und Motor des Fremdenverkehrs ideell unterstützen

 

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Energiewende und Stadtentwicklung als Schwerpunkte
Klingenberger Grüne beschließen ihr Wahlprogramm

Auf der Ortsversammlung von Bündnis90/DIE GRÜNEN am letzten Mittwoch im „Goldenen Schwert“ zeigte sich der dreiköpfige Vorstand hochzufrieden. Ortssprecher und Sitzungsleiter Harald Fischmann bedankte sich bei den Mitgliedern und Sympathisanten für die rege Diskussionsfreude und die durchdachten Verbesserungsvorschläge. Anhand einer Rohfassung hatte man diskutiert, konzipiert, formuliert und schließlich abgestimmt. „Das Resultat kann sich wirklich sehen lassen“, so Willy Stritzinger. Er sieht alle für Klingenberg wichtigen Themenfelder abgedeckt. Annette Rüttger findet, dass v.a. durch die Schwerpunktsetzung auf die Verwirklichung der bürgernahen Energiewende vor Ort sowie auf die sinnvolle, an ökologischen Maßstäben orientierte Stadtentwicklung das neue Programm Wählerwillen und grünes Profil ideal miteinander verbindet.
Zu Beginn rief Fischmann den Anwesenden die Basis der Programmvorschläge in Erinnerung: Im Zentrum grüner Politik stehe immer die „ökologische und damit auch ökonomische Verantwortung für gegenwärtige und zukünftige Generationen, also Generationengerechtigkeit“. Der eingeschlagene Weg der Klingenberger Stadtwerke hin zum erfolgreichen Produzenten erneuerbarer Energien wurde deswegen ausdrücklich von ihm gelobt. Im Zentrum der einstimmig beschlossenen Programmpunkte zur Energiewende stehen die gerechte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Wertschöpfungskette vor Ort. Hierzu sollen die Stadtwerke die Produktion und den Verkauf von Ökostrom noch ausweiten, wodurch zukünftig Netznutzungsentgelte eingespart werden können, wovon wiederum der Verbraucher profitiert. Pablo Calvo regte in diesem Zusammenhang an, den Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkampf besser zu erklären, dass sich eine Energiewende vor Ort für sie auch ökonomisch rechne.
Im Bereich Stadtentwicklung wurden heiße Eisen angefasst: Die Klingenberger Grünen sprechen sich in ihrem Programm für eine für Stadt und Investor gleichermaßen rentable, aber zugleich für das Stadtbild sensible Bebauung von Damm und Südspitze aus. Dass dieser Spagat nicht leicht zu bewerkstelligen sei, betonten die drei aktuellen grünen Stadträte. Fischmann und Stritzinger wiesen dabei auf den Kompromisscharakter bei der Entscheidung des Stadtrats hin, die Maindammgarage nur zu einem Drittel bebauen zu wollen. Annette Rüttger sieht mit der Einbeziehung dieses Areals in die Baufläche allerdings eine Grenze überschritten. Laut Programm ebenfalls wichtig, um aus Klingenberg eine „Wohlfühlstadt“ zu machen, sind die Förderung privaten Engagements in den Altorten, der Erhalt aller drei Schulstandorte und die Hilfestellung beim Aufbau von „Bürger- und Dorfläden“. Hierbei fordert Judith Mündel-Hechtfischer, auf bewehrte Konzepte aus dem Landkreis, z.B. dem aus Rück zurückzugreifen. Die Versammlung beschloss auch die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung ins Wahlprogramm aufzunehmen. Laut Fischmann gelte es in der nächsten Sitzungsperiode v.a. den Konsum des Lebensmittels Wassers von allen Ängsten zu befreien, wie sie das Gesundheitsamt durch die übereilte Brunnenschließung befördert habe.
Um die Attraktivität des „Lebensraums“ Klingenberg für die verschiedenen Generationen zu erhöhen, wollen die Grünen gemäß ihrem Programm Begegnungsstätten für Jung und Alt schaffen. Eine barrierefreie Mobilität für Fußgänger mit Kinderwagen oder Rollator, Rollstuhl- und Radfahrer verwirklichen, Vereine aus allen Stadtteilen gerecht fördern und sich dafür einsetzen, dass die Existenz des Freibads nicht immer wieder in Frage gestellt wird. Letzteres ist v.a. auch ein Anliegen von Frank Zimmermanns, der sich aus Sicht eines aktiven Mitglieds des Fördervereins frustriert zeigte, dass immer wieder aufs Neue um die Defizitübernahme der Stadt geschachert würde. Zimmermanns will zudem, dass die Betreuungseinrichtungen Klingenbergs je nach Bedarf weiter verbessert werden, wofür er bei der Abstimmung über das Wahlprogramm eine einstimmige Mehrheit fand. Weitere Ziele der Klingenberger Grünen sind die Streichung der Kindergartenbeiträge für Klingenberger Kinder und das Angebot ökologischer und ausgewogene Kost in den Betreuungseinrichtungen. Angesichts der Tatsache, dass in Klingenberg seit September 2013 rund 50 Asylbewerber untergebracht sind, sprach sich die Ortsversammlung einstimmig dafür aus, auch für ausländische Menschen, insbesondere „für Flüchtlinge und Asylsuchende ein Klima des Willkommens“ schaffen zu wollen.
Fischmanns Vorschlag, sich eindeutig gegen „Flächenfraß und Bodenversiegelung durch Gewerbegebiete jenseits der B 469“ auszusprechen, fand ebenso eine Mehrheit wie die von Rüttger geforderte schnellstmögliche Beseitigung von Altlasten im Umfeld des Wasserschutzgebiets in Röllfeld und die von Stritzinger gewünschte ideelle Unterstützung des Weinbaus als „Imageträger und Motor des Fremdenverkehrs“.
Abschließend verständigte sich die Ortsversammlung darauf, den Bürgerinnen und Bürgern das grüne Konzept für ein „besseres Klima“ in Klingenberg neben einem Informationsflyer auch durch das direkte Gespräch zu vermitteln. Hierzu sind an den beiden Samstagen vor der Kommunalwahl Infostände geplant, die das Motto des Abends weiter befördern sollen: „Alles für unseres Stadt! Alles für Grün!“
Autor: Harald Fischmann, Pressesprecher

 

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Teamarbeit mit bewährter Spitze – Klingenberger Grüne stellen Stadtratsliste auf
Die Klingenberger Grünen wollen mit altbewährten Kräften in den Kommunalwahlkampf ziehen. Das ist das Ergebnis der Aufstellungsversammlung vom letzten Montag, denn mit Annette Rüttger, Harald Fischmann und Willy Stritzinger wurden die drei amtierenden Stadträte mit überwältigender Mehrheit auf die ersten drei Plätze gewählt. Auf Platz vier kandidiert die Ortssprecherin Steffi Lang. „Es wäre schön, wenn wir in unserem erfolgreichen Team weiterarbeiten könnten“, war in allen drei Bewerbungsreden der Spitzenkandidaten zu hören, „am besten natürlich mit einer Person mehr im Stadtrat“.
In seinen einleitenden Worten gab Ortssprecher Pablo Calvo seiner Freude Ausdruck, dass es in Klingenberg wieder gelungen sei, eine Stadtteil übergreifende, reine grüne Liste mit einem fast paritätischen Frauenanteil aufzustellen. In seinem Grußwort lobte Landratskandidat Jens Marco Scherf die Bedeutung der traditionell starken Klingenberger Grünen für den Kreisverband. Die Kommunalwahl im Frühjahr bezeichnete er als entscheidende Weichenstellung hin zu einem Politikstil, der auf Werten wie Verantwortungsbereitschaft beruhe. Als Negativbeispiele führt es das „Wegducken“ der politischen Gegner vor der Krankenhausproblematik im Landkreis an.
Nachdem einstimmig entschieden worden war, dass auch Nichtmitglieder, die die Aufstellungsversammlung besuchten, Stimmrecht haben, konnte es mit Vorstellung und Wahl der Kandidaten der ersten sechs Plätze losgehen. Annette Rüttger sprach sich erneut für den Erhalt aller drei Grundschulstandorte aus und gab ein eindeutiges Bekenntnis für die Windenergie auch auf der Klingenberger Gemarkung. Harald Fischmann sieht eine Zukunftsaufgabe in der besseren Abstimmung und Vernetzung von grüner Basis, Ortsvorstand und Fraktion. Als Verwaltungsrat der Stadtwerke wolle er weiter die Energiewende vorantreiben und sich für die Bürgerbeteiligung bei den geplanten Maßnahmen einsetzen. Die Ökologisierung der Landwirtschaft sieht Ökowinzer Willy Stritzinger als Muss für zukünftige Generationen. Nicht festlegen wollte er sich deswegen, ob ein geplantes Industriegebiet schlechter sei als eine Maismonokultur in der Trennfurter Flur. Frank Zimmermanns rief dazu auf, die Kräfte gegen eine drohende Dominanz der Bürgermeisterfraktion zu bündeln. Irmi Markert, stellvertretende Leiterin des Aschaffenburger Wasserwerks, will ihr Know-how zum Wohl der Stadt Klingenberg einbringen.
Über die restlichen Plätze wurde im Block abgestimmt, ehe als „Höhepunkts des Abends“ die Gesamtliste einstimmig bestätigt wurde. Hier die Liste in der Gesamtübersicht.

Autor: Harald Fischmann