Ernährung und Verbraucherschutz

Unsere Verbraucherpolitik hat aufgeklärte BürgerInnen zum Ziel, die selbstbestimmt entscheiden, was sie konsumieren. BürgerInnen müssen an der Verpackung erkennen können, ob es sich um ein nachhaltig erzeugtes oder um ein gentechnisch verändertes Produkt handelt, wo und unter welchen Bedingungen ein Produkt hergestellt wurde, und welche Zusatzstoffe (z.B. Aromen) es enthält. Denn immer mehr Menschen bevorzugen ökologischen Anbau und fair gehandelte Produkte.

Wir fordern daher:

  • Regional erzeugte landwirtschaftliche Produkte und die Förderung ihrer Vermarktung. So stärken wir regionale Wertschöpfungsketten
  • Einen gentechnikfreien Landkreis Miltenberg, in dem der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen und die Verfütterung von gentechnisch verändertem Futtermittel an Nutztiere nicht akzeptiert ist. Denn die Gentechnik macht Landwirte zu Abhängigen der Großkonzerne und erfordert eine industrielle Landwirtschaft, während wir Familienbetriebe und Mittelstand fördern wollen. Außerdem sind die langfristigen Risiken der Gentechnik für Menschen, Tiere, Pflanzen und die Umwelt aufgrund fehlender Langzeitstudien nicht abschätzbar, und sie erfordert den verstärkten Einsatz von gefährlichen Spritzmitteln (Roundup)
  • Die Verfütterung von regional erzeugtem Futter an regional gezogene Tiere
  • Die Förderung von regionalen und ökologischen Produkten in Kantinen, Schulmensen und Restaurants. Dabei suchen wir den Schulterschluss mit innovativen Gastronomen, Unternehmen und Tourismus-Managern vor Ort
  • Eine genussbetonte Ernährungserziehung  in den Schulen, die zu regionalem, saisonalem und ausgewogenem – d.h. fleisch- und zuckerarmem, – Essen ermuntern soll. Hierzu schlagen wir die Einstellung eines Ernährungsexperten  durch den Kreis vor. Die Entscheidung für oder gegen einen Veggie-Day überlassen wir den Bürgerinnen und Bürgern selbst
  • Eine ökologische Landwirtschaft, die verantwortungsvoll mit Lebewesen und Ressourcen umgeht, zum Beispiel durch Vermarktungsstrategien innerhalb des Tourismuskonzeptes. Wir wollen den Flächenanteil für Ökolandbau ausbauen, da nur so die steigende Verbrauchernachfrage nach Biolebensmitteln in unserer Region bedient werden kann