Frauen

Gleiche Rechte – Gleiche Chancen

Den Frauen im Landkreis Miltenberg muss es möglich sein, einen Beruf zu ergreifen, mit dem sie sich und ihre Familie ernähren können.
Außerdem steht den Frauen die gleichberechtigte, d.h. auch zahlenmäßig gleiche Teilhabe an allen Bereichen des Lebens, in der Politik, der Wirtschaft, Kultur usw. zu, und zwar vor allem  die Besetzung von Positionen, in denen die Entscheidungen getroffen werden.

Um diese Ziele auch im Landkreis Miltenberg zu erreichen, fordern wir Grünen:

Eine konsequente Anwendung der Quotenregelung

  • Gremien und Beiräte wie z.B. der Sparkassenbeirat oder der Energiebeirat müssen paritätisch besetzt werden, d.h. zu gleichen Teilen aus Frauen und Männern bestehen
  • Bei offiziellen Ehrungen muss die Leistung der Frauen im Ehrenamt angemessen berücksichtigt werden, indem auch hier auf Parität geachtet wird. Die Satzungen müssen unter dem Aspekt überarbeitet werden, dass auch die spezifische Art und Weise, in der Frauen Ehrenämter übernehmen, Berücksichtigung finden können

Ein Frauennetzwerk gegen Männerseilschaften

  • In den Verwaltungen muss das System des Mentorings greifen. Das bedeutet, dass Führungskräfte gezielt Frauen in ihrer Karriere unterstützen
  • Um das Interesse der Frauen an technischen Berufen (z.B. in der Umwelttechnik) zu wecken, sollen im Landratsamt und den Kommunen verstärkt Praktikantinnen eingesetzt werden
  • Der Landkreis unterstützt bzw. initiiert schulische Projekte, die das technische Interesse von Mädchen weckt, z.B. die Arbeitsgemeinschaften Jugend und Technik der Rotarier. Außerdem unterstützt er Projekte, die das Interesse von Jungen für „typische Frauenberufe“ weckt
  • Eine vorbildliche Frauenförderung im öffentlichen Bereich
  • Bei gleicher Eignung und Befähigung sollen Frauen in Spitzenpositionen bevorzugt eingestellt werden
  • Das Prinzip des Gendermainstreamings muss durchgängig angewandt werden, auch beim Budget, d.h. jede Maßnahme muss dahingehend hinterfragt werden, welche Auswirkungen sie für Frauen mit sich bringt

Ein frauengerechtes Sprachbewusstsein

  • In Satzungen, Formularen sollen Frauen und Männer angesprochen werden, weil durch eine ausschließlich männlich geprägte Sprache Frauen und ihre Leistungen und Interessen unsichtbar gemacht werden

Die Vereinbarung von Familie und Beruf

  • Es müssen sehr viel mehr Krippen- und Hortplätze bzw. Ganztagsschulen im Landkreis Miltenberg entstehen

Ein Aufbrechen traditioneller Rollenklischees

  • Buben müssen ermutigt werden, später ihren Anteil am Familienleben auszufüllen. Auch Frauen mit Migrationshintergrund müssen besser unterstützt werden. Wir fordern daher eine personelle Aufstockung des Gleichstellungsbüros, damit entsprechende Projekte durchgeführt werden können