Leserbrief von Marcel Schmidt

zu dem Artikel „Unterschiede klar benennen“ von Alexander Hoffmann,
…warum er keine „Ehe für alle“ will…Erschienen im Boten vom Untermain am 26.06.2015

„Für eine tolerante Gesellschaft“: Auch vor einigen Jahrzehnten gab es schon kontroverse Debatten, insbesondere über Wahlrecht für Frauen, wilde Ehen, Gleichberechtigung von Frauen, Frauen in der Bundeswehr, Mädchen als Ministrantinnen u. v. m. Heutzutage gibt es bei uns zum Glück keine Diskussionen mehr hierüber, es ist vielmehr sogar in Deutschland gesellschaftlich anerkannt – aber dennoch arbeiten z. B. Frauen leider immer noch nicht für den gleichen Lohn wie Männer.
Wieso nun dauerhaft und gebetsmühlenartig konservative Mitbürger Geschütze gegen gleichgeschlechtliche Ehen auffahren, ist mir absolut unverständlich. Ich denke, in Bayern, Deutschland, Europa und der Welt gibt es durchaus größere Probleme, die angegangen, diskutiert und gelöst werden müssen.
Liebe regierende CSU (im Bund auch CDU), habt im Zweifel den Mut eine Volksbefragung abzuhalten, und ihr werdet sehen, dass die Wählerinnen und Wähler zugunsten der toleranten, voll und ganz gleichgestellten Homo-Ehe entscheiden werden, mit allen Rechten und Pflichten der Ehepartner.
Tretet lieber ein für eine wirkliche Gleichstellung von Frau und Mann, sowie für eine kinderfreundlichere Gesellschaft. Dies unabhängig davon, welchen Geschlechts, Hautfarbe, Nationalität, Religion und Herkunft die Eltern sein werden und sind.
Als Vater einer Großfamilie stehe ich für eine Vielfalt aller Familienformen, und dies ohne jegliches Werturteil.